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Autos werden in diesem Jahr noch knapper und teurer


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Autos werden in diesem Jahr noch knapper und teurer

Ferdinand Dudenhöffer Ferdinand Dudenhöffer

Ferdinand Dudenhöffer

Laut einer Prognose von Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer wird der Absatz mit Fahrzeugen unter das Niveau des Corona-Krisenjahres 2020 fallen. Sogar in China dürften die Verkaufszahlen zurückgehen. Das hat auch Auswirkungen auf die Preise.

Der weltweite Automarkt droht in diesem Jahr zu schrumpfen. Das sagt Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) in Duisburg voraus. „Autos sind Mangelware geworden“, sagt er. Seit Monaten fehlen Halbleiter, die Lockdowns in China bremsen derzeit die Logistik, und der Ukraine-Krieg hat die Unternehmen in Europa zusätzlich getroffen.

Nach seiner Prognose wird der Absatz auf dem weltweiten Automobilmarkt 2022 unter das Niveau des Corona-Krisenjahres 2020 fallen. Er rechnet damit, dass global nur 67.6 Millionen Pkw verkauft werden – ein Minus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Für die USA erwartet Dudenhöffer einen Rückgang von neun Prozent und in Deutschland von sechs Prozent. Sogar in China dürfte der Absatz zurückgehen, und zwar um 2,1 Prozent. Tritt diese Prognose ein, dann würde der Automobilmarkt unter das Niveau von 2012 schrumpfen. Ihren Verkaufsrekord hatte die Industrie laut CAR im Jahr 2017 mit 84,4 Millionen neu zugelassenen Pkw.

Dudenhöffers Prognose ist pessimistischer als die anderer Institute. Der Informationsdienst IHS Markit beispielsweise senkte seine Vorhersage für den Welt-Automarkt Mitte April, geht aber noch immer von einem Wachstum aus. BMW-Chef Oliver Zipse sagte auf der Hauptversammlung für sein Unternehmen 2022 einen Absatz auf Vorjahresniveau voraus.

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Doch auch er warnte: “Die Lage in der Welt bleibt angespannt.” Dudenhöffer erklärt, die Zulieferketten sein löchrig geworden: “Und bis es wieder rund läuft, sind wir im Jahr 2023.” — auch Gebrauchte seien rar.

Das hat Folgen für die Preise. Schon 2021 haben die Hersteller Rabatte gestrichen und günstige Fahrzeugvarianten ausgemustert. Jetzt müssen sie steigende Rohstoffpreise und die Kosten der nicht ausgelasteten Fabriken auf weniger Fahrzeuge umlegen. „In den nächsten Monaten muss mit weiteren Preissteigerungen gerechnet werden“, sagt Dudenhöffer.

Ähnlich sagen das auch die Autohersteller: Es sei „nicht auszuschließen, dass weitere Preisschritte nötig werden“, meinte etwa Volkswagen-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann diese Woche auf der Hauptversammlung des Kontversammlung

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